Moin,
dank dem deutschen Ferienplan in der Schule in Peking habe ich ja direkt am Anfang meines Chinaaufenthalts Ferien bekommen, sehr gut! Bin grade mit Christian, der seit einer Woche in China zu Besuch ist, in Guilin im Sueden des Landes unterwegs.
Von ANfang: Nachdem Kollesch Bauer seinen Jetlag ueberwunden hatte haben wir das klassische Beijing Touriprogramm absololviert: Verbotene Stadt (meiner Ansicht nach Ueberschaetzt), Mauer (schoenes Ding) und Feierei in der Barstreet Sanlitun (ebenso schoene Sache). Die Mauertour war mal wieder von diversen Einkaufsmoeglichkeiten gespickt, die uns aber immer durchaus freundlich als hochinteressante, einzigartige Fabriken dargestellt wurden..das war etwas nervig, aber es hatte sich dann dank dem Mauerbesuch doch gelohnt gehabt. Aber noch mal mache ich das Ganze nicht mit..dann wieder mit dem normalen Linienbus, auch wenns evtl nicht billiger ist, aber es ist wohl definitiv nicht so nervig wie mit der Tourikutsche.
Nachdem wir uns dann von unserem Feierjetlag erholt hatten sind wir nach Guilin gefahren, eine Stadt im Sueden von China. Also mal wieder eine lange Zugfahrt, aber dieses mal nur 27h, das geht ja noch :) Empfangen in Guilin wurden wir von Regen, und hatten leider bis auf gestern auch nicht so viel Glueck mit dem Wetter..2 kleine Besonderheiten gab es in Guilin dann aber noch (die Stadt kann nicht viel), naemlich 1. eine Schlaegerei direkt auf der Strasse vor unserem Hostel, 2. mein erster Friseurbesuch in China. Dank meines unermuetlichen Spracheinsatzes konnten wir uns wenigstens drauf einigen das ich 20 Yuan zu zahlen habe, also 2 Euro, sonst haben wir aber ziemlich aneinander vorbeigereden, ich auf Englisch, er auf Chinesisch..das Ergebnis kann sich trotzdem dank meiner natuerlichen Schoenheit sehen lassen, auch wenn ich die Haare gerne etwas laenger behalten haette..
Von Guilin ging es weiter nach Yangshuo, gelegen mitten in Kartbergen. Das ganze sieht in etwa so aus wie in Nordvietnem, ist aber meiner Ansicht nach noch Beeindruckender als dort.
Nach 2 Tagen Sightseeing und Fahradtour geht es heute mit dem Nachtbus weiter Richtung Macao, und von dort nach Hongkong fuer ein paar Tage, mal sehen was da so los ist. Soll ja alles ganz nett sein da unten. Und vielleicht hoert auch mal dieser bloede Regen auf.
Von Hongkong geht es zum Abschluss der Reise nach Shanghai und dann zurueck nach Peking, wo ich ja am 7.4. wieder in die Schule muss, und Christian fliegt dann auch wieder Richtung Deutschland.
Ja, sonst ist immer noch alles gut, ich versuche immer mal wieder den ein oder anderen chinesischen Satz zu lernen, was auch teilweise ganz gut klappt. Leider ist das Lernbuch das ich habe auf Business ausgelegt, so dass ich direkt im ersten Kapitel mit sinnvollen woertern wie Geschaeftsfuehrer konfrontiert werde..so ein Mist. Dafuer werden unwichtige Floskeln wie Auf Wiedersehen erst im 5. Kapitel behandelt..manman, daher lerne ich jetzt quer, kann schon sagen wie ich heisse, wie alt ich bin, danke, bitte, hallo, tschuess, nein danke, was kostet das, zu teuer, mach es billiger, die Zahlen bis 1000 usw..alles nur ganz wenig, aber es faellt mir echt schwer diese chinesischen Woerter zu lernen, wenn ich denn mal weiss wie sie ueberhaupt ausgesprochen werden. Aber wenn ich wieder daheim in Peking bin werde ich reinochsen - mal wieder was fuer den Kopf tun..
Sonst ist und bleibt China ein durchaus sympatisches Land, gerade die Innen- und Informationspolitik sich nur zu begruessen. Auch das im chinesischen Fernsehen (es gibt einen staatlichen englischsprachigen Sender) eher unobjektive Informationen preisgegeben werden ist zur Stabilisierung der inneren Sicherheit nur zu Begruessen. Dank diesem Sender weiss ich nun immerhin das die Politik des Landes von so einflussreichen Laendern wie Samoa (oder so) unterstuetzt wird..ist doch toll!
Ebenfalls ist es Richtig das viele Internetseiten in China vom Staat gesperrt sind (z.B. wikipedia, oft BBC, youtube, blogspot, manchmal auch spiegel usw). Denn da wird ja generell nur gelogen. Immer. Auch die Ausweisung von auslaendischen Journalisten aus verschiedenen Teilen des Landes ist aufgrund deren Berichterstattung ueber die "Lama Clique" nur zu bergruessen.
So koennten noch viele interessante Beispiele genannt werden (so sind manchmal Teile des Spiegels der zur Schule geschickt wird geschwaerzt weil sich offensichtlich Luegen in diesem faschistischen Blatt befinden) aber das wuerde zu weit fuehren. Alles aber sehr interessant..heieieieiei.
Wie gesagt ich kann meinen eigenen Blog in China nicht lesen, aber immerhin kann ich (noch) was reinschreiben. Bilder gibt es aber erst wenn ich wieder in Peking bin.
Eine weitere gute Nachricht hat mich gestern noch von Herr Buerger erreicht, der wie es aussieht auch noch ueber sie Spiele nach Peking kommt, das waere schon cool!
So, soviel fuer heute,
Gruesse an die Heimat,
Joern
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